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Freitag, 8. Februar 2013

Horror ist...

...wenn Du mit ein paar Freundinnen ein bischen Karneval feiern möchtest und Dir den Zug anguckst............. und währenddessen bei Dir eingebrochen wird...
So geschehen gestern meiner Mutter...

Meine fünfundsiebzigjährige Mutter hat ein klitzekleines Einfamilienhäuschen mit einer noch kleineren Einliegerwohnung. Unten wohnt sie (seit dem Tod ihres Lebensgefährten, vor einem Jahr) allein, und oben mein ältester Sohn.
Gestern, an Weiberfastnacht, wollte sie sich den Zug ansehen und anschließend mit ein paar  Freundinnen noch ein bischen feiern. Mein Sohn lag währenddessen mit Fieber in seiner Wohnung im Bett. Gegen 9.30 Uhr klingelte es bei meiner Mutter Sturm. Normalerweise geht Lukas auch schonmal an die Tür, aber weil er sich so schlecht fühlte, dieses mal nicht. Kurze Zeit später hörte er dann auch schon Glas klirren... Runtergetraut hat er sich nicht (man weiß ja schließlich nicht, wie viele Typen das sind), aber er hat geistesgegenwärtig sofort die Polizei angerufen. Die waren auch binnen acht Minuten mit vier Einsatzfahrzeugen da, aber leider liegt das Haus ca 20 Meter von der Straße weg, so daß die Einbrecher die Polizeifahrzeuge sehen konnten und genug Zeit hatten, um durch die Nachbargrundstücke zu verschwinden...
Lukas hat in diesen acht Minuten Todesängste ausgestanden, die Einbrecher könnten auch nach oben kommen und ist mit den Nerven auch heute noch völlig am Ende. Meine Mutter war nicht zu erreichen, also wurde ich angerufen.  Als ich dort ankam bot sich mir ein Bild der Verwüstung. Überall Glassplitter, Türen kaputt, alles aus den Schränken gerissen, mutwillig Sachen zerstört, und all das in so kurzer Zeit.
Als meine Mutter nachmittags frohgelaunt nach Hause kam und das Chaos sah, war sie total geschockt, hielt sich aber erstmal noch ganz gut.  Als sie dann aber daran ging zu gucken was fehlt und feststellen musste, dass ihr gesamter Schmuck (darunter viele Erinnerungsstücke an meinen Vater, der sehr jung gestorben ist) weg war, und ihr gesamtes Geld und Papiere (sie hatte ihr Portemonnaie extra nicht mitgenommen, damit es ihr beim Karnevalszug nicht geklaut wird), ist sie zusammengebrochen und wir mussten den Rettungswagen rufen.
Heute morgen konnte ich sie wieder aus dem Krankenhaus abholen. Sie hatte eine leichte Herzattacke.
Ich habe mich heute um einen Glaser, einen Schreiner, die Versicherung, die Bank, das Aufräumen, zwei verstörte Katzen, meine Mutter und meinen Sohn gekümmert und bin nun selber fix und fertig.

Der materielle Schaden ist schlimm, der Verlust der ideellen Werte noch schlimmer, aber die Verletzung  der Privatsphäre  ist am allerschlimmsten. Man fühlt sich nach so etwas nicht mehr sicher in seinem eigenen Haus.
Ich frage mich, ob sich jemals schon ein Einbrecher darüber Gedanken gemacht hat, was er einer Familie, psychisch gesehen, antut??? Vermutlich nicht.


Past alle gut auf Euch auf!!!

Kommentare:

  1. Schrecklich! Wünsch Euch viel Kraft, das durchzustehen! Kram, Liv Äpplegrön

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  2. Oh, wie schrecklich. Ein wirklicher Albtraum! ich wünsche deiner Mutter das sie sich schnell erholt. Am schrecklichsten sind immer die Erinnerungswerte. Und bei so einer alten Dame ist das ganz schlimm! Alles liebe von ganzem Herzen für Euch !
    Tschüss
    Doris

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  3. ach herrjeh-das tut mir sehr leid...
    Ich hoffe man schnappt die Täter trotzdem noch-ich hoffe alle erholen sich schnell von dem Schrecken!
    Lg Ines

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  4. Unfassbar!!!L Mir fehlen die Worte....
    Da wirds einem nur vom Lesen übel, geschweige denn, was Ihr Alle mitgemacht habt...
    Du hast einen sehr mutigen Sohn!!!!
    Alles Gute für Euch
    wünscht Angela

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  5. Leider ist es so, dass diese Menschen erst anfangen zu denken, wenn sie selbst betroffen sind. Es ist keine schöne Zeit mehr in der wir leben. Leider
    Alles gute für Deine Mutter
    LG Heidi

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  6. Oh wie grausam. Sowas vergißt man nicht so schnell.
    Lg
    Tanja

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  7. Ich denke an Euch. Das ist ja wirklich schrecklich.
    Lg von drüben!
    silke

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  8. Oh Gott, das ist ja wirklich schrecklich! Ja, ich glaube auch, dass es am schlimmsten ist, dass man sich zuhause dann nicht mehr sicher fühlt. Ich wünsche Euch viel Kraft in dieser Zeit.
    LG
    Bine

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  9. Wahnsinn! Aber das dein Sohn so schnell reagiert hat! Gut!
    Ich glaube dir, dass er in den 8Minuten höllische Angst hatte.
    Das mit den Erinnerungsstücken tut mir total leid.
    Hoffentlich erholt sich deine Mama schnell!
    Ja, in seinem Zu Hause soll man sich sicher und geborgen fühlen. Ich weiß ungefähr, wie deine Mama sich jetzt fühlt durch das eindringen in ihre Privatsphäre. Bei mir war einmal die Mutter der Vermieterin drin, sie hatte noch einen Schlüssel und ich wusste es nicht, ich wollte danach nicht mehr dort wohnen, hatte Angst und bin dann ausgezogen.
    Hoffentlich behalten die Katzen keinen "Schaden" davon. :(
    Ich wünsche euch allen viel Kraft und hoffe, dass die zwei bzw 4 sich dort bald wieder sicher fühlen.
    Fühlt euch gedrückt!

    Liebste Grüße
    Steffi

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  10. Das ist ja furchtbar wenn man schon bei tage nicht mehr fort kann ohne Hintergedanken,da muß man ja ständig ein mulmeliges Gefühl haben und in Angst leben.
    Ich wünsche euch jetzt,daß ihr nicht zu lange unter dieser Belastung zu leiden habt.
    GLG Hannelore

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  11. Oh je, das tut mir leid. So etwas erleben zu müssen ist schrecklich. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Ich denke die Leichtigkeit ist erst einmal dahin...

    LG, Kirsten

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  12. oh weh das ist ja ganz schlimm, liebe Gaby, und tut mir so Leid, euch bleibt auch überhaupt gar nichts erspart.
    Den Schrecken und das entsetzen mit der Angst jetzt kann ich mir gut vorstellen, auch bei deinem Sohn wird da bestimmt noch Panik drin sein, sowas steckt man nicht gut weg.
    So schade auch um die Erinnerungsstücke, das ist viel schlimmer als Geld, weil es unwiederbringlich ist.
    Ich hoffe, du kannst deine mutter ein wenig trösten und sie beruhigen, sicherlich keine leichte Aufgabe, die Angst und das schlchte Gefühl werden sicher noch lange bleiben...
    ich denke fest an euch und drück dich mal ganz dolle!
    Herzliche Mitfühl-Grüße, cornelia

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  13. Liebe Gaby,
    ich weiß was du (und vor allem deine Mutter) durchmachst. Vor ein paar Jahren habe ich fast dasselbe erlebt. Ich war mit meiner Mutter übers Wochenende zur "Erholung" und in dieser Zeit wurde bei ihr eingebrochen. Die Schwiegertochter wohnte oben und die Einbrecher kamen durch die Terassentür. Zum Glück hielt die Korridortür zum Treppenhaus (und nach oben) stand und die Einbrecher verschwanden nachdem sie die Tür zwar ruiniert, aber nicht öffnen konnten. Der ganze Schmuck (darunter auch ein Sammelarmband aus meiner Kindheit-was widerum ein großer Verlust für mich ist) und viele Andenken an meinen Vater sind weg. Der Schock saß meiner Mutter sehr sehr lange in den Knochen - man fühlt sich nicht mehr sicher... Und das allergrößte war, daß mein älterer Bruder gerade umgezogen war und die neue Adresse aufgeschrieben auf dem Tel.Tisch lag. Aus Spaß sagte ich damals na ja, die Adresse vom Harald haben die ja jetzt auch... und was soll ich sagen? Eine Woche später wurde auch dort eingebrochen (er wohnte einige Kilometer weiter weg) und haben dort sämtliche Klamotten gestohlen. War wohl eher Zufall, denn die Polizei ging davon aus daß bei meiner Mutter Zigeuner "am Werk" waren die hauptsächlich auf Schmuck aus waren, denn nur die Perlenketten blieben zurück (bei Zigeuner bringen die Unglück...)
    Die Angst deines Sohnes kann ich auch sehr gut nachvollziehen, denn heutzutage ist alles möglich, manchmal wegen 2 Euro....
    Ich wünsche deiner Mutter daß sie sich bald wieder erholt und die Zeit den Schreck vergessen läßt!!!
    Ganz liebe Grüße Ina

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  14. Liebe Gaby,
    ich bin geschockt,hattest du doch noch ein bischen Hoffnung bei unserem Telefongespräch,dass nicht so viel mitgenommen wurde.Ach was tut mir das Leid.Ich dachte auch,euch bleibt nichts erspart.Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft ,ich/wir denken an Dich/Euch.
    Ganz dicker Schmatzer
    Claudia

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  15. Hallo Gaby,
    ich wünsch Dir einen schönen Valentinstag :o)
    Mach`s Dir gemütlich
    Liebe Grüße
    alex.

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  16. Hallo Gaby, das ist ja eine ganz furchtbare Geschichte!!! Habt ihr Euch schon wieder ein bisschen von dem Schreck erholt? Ganz viele Liebe Grüße von Melanie

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  17. Da kommen bei mir auch schreckliche Bilder vor meinem geistigen Auge hoch. Wir haben dieses traumatische Erlebnis vor 6 Jahren gehabt. Bei uns war es der Nikolausabend und wir waren bei unserem Sohn in Wiesbaden. Als wir auch gut gelaunt nachts nach Hause kamen erlebten wir die böse Überraschung. im 1. Stock die Sicherheitsfenster aufgebrochen ( Scheibe der Terrassentür raus geschnitten), das ganze Haus durchwühlt, Bargeld und der ganze Schmuck gestohlen. Bei meinem Schmuck handelte es sich auch um ganz antike Erbstücke, die man auch mit Geld nicht einfach ersetzen kann. In umittelbarer Nachbarschaft ist zum gleichen Zeitpunkt in 3 weitere Einfamilienhäuser eingebrochen worden.
    Die Einbrecher sind so dreist , sie schaffen es, dass sie niemand sieht oder hört. Die Polizei meinte damals, dass sie in der Dämmerung kamen und wer ist schon am 6. Dezember um diese zeit im Garten o.ä.

    Es hat lange gedauert, bis wir diese Geschichte verarbeitet hatten.

    Ich hoffe, deine Mutter kann dieses Erlebnis gut verarbeiten, man kann sich auch professionelle Hilfe holen, das hatte uns damals die Polizei angeboten.

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    1. Ich habe vergessen zu schreiben, dass die Polizei damals bei ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis kam, dass es sich um osteuropäische Banden handelte, die auch nur auf Bargeld und Schmuck aus waren. Nach 2 Jahren wurde der Fall von der Staatsanwaltschaft niedergelegt, wegen Aussichtslosigkeit.
      LG Ute

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Ich freue mich sehr über Deinen Kommentar. ♥lichen Dank dafür!
Liebe Grüße
Gaby