...oder meiner nicht endenwollenden Pechsträhne...
Eigentlich wollte ich Euch heute meinen Adventskranz zeigen (der keiner ist) und Euch erzählen, wie schön es gestern auf dem Weihnachstmarkt auf Schloss Dyck war und was ich mir Feines gekauft habe,
aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
... darum gibt es heute die Geschichte vom Schneechaos und anderen Katastrophen!
Heute morgen bin ich nach Bonn gefahren, um schon mal ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen. Zuerst hatte ich überlegt, das Ganze zu verschieben, denn Tochterkind liegt mit Grippe im Bett. Aber..., mit sechzehn ist man ja schon groß und braucht nicht den ganzen Tag "Betreuung". Also ab nach Bonn!
Nach einer Stunde shoppen, fängt es an zu schneien.
Nach zwei Stunden shoppen, Anruf vom Tochterkind: "Mama, mir geht's soooo schlecht, kannst Du nach Hause kommen!?"
Schnell noch ein, zwei Kleinigkeiten besorgt und ab in's Auto um nach Hause zu fahren.
Autobahnen verstopft! Für 30 km eineinhalb Stunden gebraucht :-(!
Habe ich Euch eigentlich schon erzählt, dass ich auf einem (kleinen!) Berg wohne???
Winterreifen sind aufgezogen, also nehme ich mutig die Steigung . Nach dreiviertel der Steigung geht es plötzlich nicht mehr weiter. Reifen drehen durch! "Na, rolle ich eben rückwärts und lasse das Auto unten stehen". Denke ich! Beim Rückwärtsrollen geht das Auto hinten weg und rutscht schräg Richtung Gartenzaun. Warnblinkanlage an, Handbremse gezogen, Motor aus.
"So kann ich nicht stehen bleiben, kommt ja keiner dran vorbei..."
Neuer Versuch, weiter Richtung Gartenzaun!
Per Handy Hilfe vom Göttergatten eingefordert (der sich auf der Arbeit im 30km entfernten Bonn befindet und gerade eine Telefonkonferenz hat).
Ich bekomme eine leichte Panikattacke!!!
Netter Nachbar sieht das Desaster und bietet seine Hilfe an. Mit vereinten Kräften gelingt es, das Auto (am Gartenzaun vorbei) in eine Einfahrt zu manövrieren.
Ich bin dann zu Fuß nach Hause "gerutscht", habe einen Zettel geschrieben und bin wieder zurück zum Auto. Zettel an die Haustür der fremden Einfahrt geklebt und
wieder nach Hause gerutscht.
Dreißig Minuten später Anruf vom Einfahrtsbesitzer, dass das aber schlecht wäre, das mein Auto in seiner Einfahrt steht...
Eine Stunde später endlich Ankunft vom Göttergatten und zu zweit wieder zum Auto. Mutiger Versuch das Auto wegzufahren endet im Gartenzaun!!! Fahrerseite total verkratzt :-(.
Nochmal dreißig Minuten und das Auto steht unten am Berg.
Da ich nicht mit im Auto gesessen habe (meine Nerven), muss ich den Berg zu Fuß runter. Alles spiegelglatt. Ich lande auf meinem Steißbein und meiner linken Hand.
Das Handgelenk ist dick und blau!
Da die Arztpraxen und Krankenhäuser bestimmt total überfüllt sind, habe ich mir erstmal einen Salbenverband gemacht. Sollte das Handgelenk gebrochen sein (was fatal wäre, denn ich bin ja Linkshänder und meine Weihnachtsvorbreitungen sind noch nicht abgeschlossen), ist es das morgen früh ja immer noch...
Und über Schloss Dyck berichte ich dann vielleicht morgen.
Liebe Grüße Gaby